Sanierung — wie Unternehmen aus der Krise zurückfinden
Sanierung ist mehr als Kostenkürzung — sie ist ein strukturierter Prozess, das Geschäftsmodell, die Finanzierung und die Organisation neu aufzustellen. Wer sie früh angeht, hat alle Optionen.
Außergerichtlich vs. unter Insolvenzschutz
Außergerichtliche Sanierung: Ohne Gericht, mit Zustimmung der Gläubiger. Diskret, schneller, aber jeder Gläubiger kann blockieren.
StaRUG (Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen): Seit 2021 in Deutschland. Vorinsolvenzliche Sanierung mit Möglichkeit, einzelne dissentierende Gläubiger zu überstimmen.
Schutzschirmverfahren / Eigenverwaltung: Geordnete Sanierung unter Insolvenzschutz. Die Geschäftsführung bleibt im Amt, ein Sachwalter überwacht. Belastend für Reputation, aber oft die letzte Chance.
Klassische Sanierungsinstrumente
- Operative Restrukturierung: Sortimentsbereinigung, Standortkonzepte, Prozessoptimierung.
- Personalmaßnahmen: Strukturen anpassen, oft mit Sozialplan.
- Finanzielle Restrukturierung: Schuldenschnitt, Stundungen, Debt-Equity-Swap.
- Kapitalmaßnahmen: Kapitalerhöhung, neue Investoren, Verkauf von Geschäftsteilen.
- Verträge anpassen: Mieten, Leasingverträge, langfristige Lieferverträge.
Was eine Sanierung erfolgreich macht
- Realistische Bestandsaufnahme — ohne Beschönigung.
- Substanzielles, tragfähiges Geschäftsmodell für die Zeit danach.
- Externe Expertise — Berater, gegebenenfalls Sanierungsanwalt.
- Klare Kommunikation mit allen Stakeholdern.
- Disziplinierte Umsetzung mit straffem Zeitplan.
Sanierungsoptionen mit Zahlen prüfen
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