Break-Even-Analyse — ab wann sich dein Geschäft trägt
Was ist der Break-Even-Punkt?
Der Break-Even-Punkt (auch Gewinnschwelle) bezeichnet den Punkt, an dem Erlöse und Gesamtkosten gleich groß sind — du machst weder Gewinn noch Verlust. Jeder weitere Euro Umsatz ist Beitrag zum Gewinn, jeder Euro weniger ist direkter Verlust.
Die Formel
Break-Even-Umsatz = Fixkosten / (1 − variable Kostenquote)
Oder mengenbezogen: Break-Even-Menge = Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück
Beispiel: Fixkosten 120.000 € / Jahr, Verkaufspreis 50 €, variable Kosten 30 € pro Stück. Deckungsbeitrag = 20 € pro Stück. Break-Even-Menge = 120.000 / 20 = 6.000 Stück. Break-Even-Umsatz = 6.000 × 50 = 300.000 €.
Was die Analyse strategisch zeigt
- Risikolage: Wie weit liegt der aktuelle Umsatz über dem Break-Even? Der Sicherheitsabstand zeigt, wie viel Umsatzrückgang du verkraften kannst.
- Wirkung von Preisentscheidungen: Senke ich den Preis um 5 %, brauche ich wie viel mehr Menge, um den Break-Even zu halten?
- Wirkung von Kostenentscheidungen: Erhöhe ich die Fixkosten (z. B. neue Stelle), wo liegt der neue Break-Even?
- Investitions-Entscheidungen: Wann amortisiert sich eine Investition über den zusätzlich erwirtschafteten Deckungsbeitrag?
Grenzen und typische Fehler
Die klassische Break-Even-Analyse arbeitet mit konstanten Werten — in der Realität verändern sich Preis, variable Kosten und Fixkosten je nach Volumen. Bei großen Mengen-Sprüngen brauchst du eine differenziertere Stufen-Betrachtung.
Zudem: Der Break-Even ist eine Gewinn-Aussage, keine Liquiditäts-Aussage. Du kannst über Break-Even arbeiten und trotzdem zahlungsschwach sein, wenn Forderungen lange offen bleiben.
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