Cyber-Risiken im Unternehmen — die unterschätzte Bedrohung
Cyber-Angriffe treffen KMU mittlerweile häufiger als Konzerne — sie gelten als leichter angreifbar. Die durchschnittlichen Schäden eines Ransomware-Vorfalls liegen im 6-stelligen Bereich.
Die häufigsten Angriffsarten
- Ransomware: Daten verschlüsselt, Lösegeldforderung. Durchschnittlicher Schaden bei KMU: 200.000–500.000 €.
- CEO-Fraud / BEC: Gefälschte Mails der „Geschäftsführung" zur Auslösung von Überweisungen.
- Phishing: Mitarbeiter geben Zugangsdaten preis.
- Lieferketten-Angriffe: Angriff über Softwareanbieter oder Dienstleister.
- DDoS: Webseiten oder Shops werden lahmgelegt.
Die pragmatischen Schutzmaßnahmen
- Backup-Strategie mit 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 offline.
- 2-Faktor-Authentifizierung für alle wichtigen Systeme.
- Mitarbeiter-Schulungen mindestens jährlich — der Mensch ist die häufigste Schwachstelle.
- Patch-Management: Systeme aktuell halten.
- Zugriffsbeschränkungen: Nur das Notwendige für jeden Mitarbeiter.
- Cyber-Versicherung für Restrisiken.
- Incident-Response-Plan: Was tun im Ernstfall?
Was viele KMU falsch machen
- „Wir sind zu klein, um interessant zu sein" — Trugschluss, automatisierte Angriffe treffen alle.
- Verlassen auf einzelne IT-Anbieter ohne Kontrolle.
- Backups nur lokal — Ransomware verschlüsselt auch die.
- Keine Notfall-Prozesse — beim Ernstfall wird improvisiert, oft mit weiteren Schäden.
- Vorfälle aus Scham nicht melden — Behörden und Versicherung müssen informiert werden.
Cyber-Vorfall mit Liquiditäts-Wirkung
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