Factoring — Liquidität sofort, aber zu welchem Preis?
Factoring verwandelt Forderungen sofort in Liquidität. Für wachsende Unternehmen mit langen Zahlungszielen ein wertvolles Instrument — wenn die Kosten transparent kalkuliert sind.
Wie Factoring funktioniert
Du verkaufst deine Forderungen an einen Factor (spezialisierter Dienstleister). Der zahlt dir sofort 80–90 % des Rechnungsbetrags aus, die restlichen 10–20 % nach Zahlungseingang abzüglich Gebühren.
Die wichtigsten Varianten
- Echtes Factoring: Factor übernimmt das Ausfallrisiko — meistens.
- Unechtes Factoring: Risiko bleibt bei dir — günstiger.
- Offenes Factoring: Kunde wird informiert.
- Stilles Factoring: Kunde merkt nichts.
- Full-Service-Factoring: Inkl. Debitorenbuchhaltung und Mahnwesen.
Was es kostet
Typische Gebühren: 0,5–3 % der Rechnungssumme plus Zinsen für den vorfinanzierten Betrag (ähnlich Kontokorrent). Klingt wenig, summiert sich aber: Bei 200.000 € monatlichem Volumen sind 2 % = 4.000 € pro Monat = 48.000 € pro Jahr.
Wann es sinnvoll ist
- Schnelles Wachstum mit langen Zahlungszielen.
- Wenige große Kunden mit verlässlicher Bonität.
- Bonität für Bankkredite schwierig, aber Kundenforderungen werthaltig.
- Internationalisierung mit unbekannten Kunden — Factor übernimmt Bonitätsprüfung.
RealitätscheckFactoring ist kein Allheilmittel. Wenn das Geschäftsmodell strukturell nicht trägt, verlängert Factoring nur die Lebensdauer — ohne die Probleme zu lösen.
Factoring-Wirkung im Cashflow
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
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