Liquiditätsplanung in Excel — die pragmatische Vorlage
Excel ist für viele KMU der Startpunkt der Liquiditätsplanung — pragmatisch, kostenlos, flexibel. So sieht eine sinnvolle Grundstruktur aus, und ab wann ein Tool sinnvoller wird.
Der Grundaufbau
Eine pragmatische 13-Wochen-Vorlage hat fünf Bereiche:
- Anfangsbestand: Kontostände aller Geschäftskonten zum Wochenbeginn.
- Einzahlungen: Kundenrechnungen nach erwartetem Zahlungsdatum, sonstige Erträge.
- Auszahlungen: Lieferanten, Personal, Miete, Steuern, Tilgungen, Investitionen.
- Netto-Cashflow der Woche (Einzahlungen − Auszahlungen).
- Endbestand (= Anfangsbestand nächste Woche).
13 Spalten (Wochen), Zeilen für jede Position. Endbestand visuell hervorheben (rot bei kritischen Werten).
Was häufig vergessen wird
- Quartalsweise Steuervorauszahlungen.
- Sozialabgaben für den Monatsende-Effekt.
- Urlaubs- und Weihnachtsgeld als monatlich anteilige Größe.
- Jährliche Versicherungen.
- Tilgungsraten auf Kredite (oft monatlich konstant, aber nicht in der GuV sichtbar).
Wann Excel an seine Grenzen stößt
Excel funktioniert gut bei:
- Überschaubarer Datenmenge (< 50 Auftraggeber)
- 1–2 Personen pflegen
- Stabile Strukturen
Excel wird schwierig bei:
- Mehrere Szenarien parallel
- Automatische Datenanbindung (Banking, Buchhaltung)
- Versionierung und Teamarbeit
- Komplexe Treiber-Modelle
- Drill-Down auf Einzeltransaktionen
Excel überholen, wenn es Zeit wird
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