Prozesskostenrechnung — Gemeinkosten verursachungsgerecht zuordnen

Klassische Vollkostenrechnung verteilt Gemeinkosten pauschal — und produziert damit oft irreführende Produkt- und Kunden-Profitabilitäten. Prozesskostenrechnung schafft Ehrlichkeit.

Was Prozesskostenrechnung anders macht

Statt Gemeinkosten nach Schlüsseln (z. B. „pro Stück" oder „pro €-Umsatz") zu verteilen, werden sie über tatsächliche Prozesse (Auftragsabwicklung, Bestellung, Kundenbetreuung) den jeweiligen Verursachern zugeordnet. Ein Kleinauftrag verursacht oft denselben administrativen Aufwand wie ein Großauftrag — Prozesskostenrechnung macht das sichtbar.

Wann sie sich lohnt

Pragmatischer Einstieg

  1. 3–5 Hauptprozesse identifizieren: Z. B. Angebot, Auftragsabwicklung, Versand, Kundenservice.
  2. Prozesskosten ermitteln: Anteilige Personal- und Sachkosten pro Prozess.
  3. Prozesshäufigkeiten zählen: Wie oft läuft jeder Prozess pro Auftrag/Kunde?
  4. Kosten pro Prozessdurchlauf: Gesamtkosten / Anzahl Durchläufe.
  5. Zuordnen: Pro Auftrag/Kunde die Prozesskosten kumulieren.

Erkenntnisse oft eindrucksvoll: Kleinaufträge unter X € Umsatz machen Verlust, kleine Kunden mit vielen Sonderwünschen erodieren die Marge.

Prozesskosten transparent

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