Deckungsbeitragsrechnung — das Werkzeug für gute Entscheidungen
Die Deckungsbeitragsrechnung ist das pragmatischste Werkzeug der Kostenrechnung — sie trennt klar, was sich mit der Menge ändert und was nicht, und liefert damit die Basis für viele unternehmerische Entscheidungen.
Das Grundprinzip
Statt Fixkosten pauschal auf Produkte oder Kunden zu verteilen (Vollkostenrechnung), zeigt die DB-Rechnung nur die unmittelbar zurechenbaren variablen Kosten. So sieht man pro Produkt, Kunde oder Auftrag:
Umsatz − variable Kosten = Deckungsbeitrag → trägt zur Deckung der Gemeinkosten bei → was darüber hinausgeht, ist Gewinn
Einstufig vs. mehrstufig
Die einstufige DB-Rechnung trennt nur variable und fixe Kosten — DB1.
Die mehrstufige DB-Rechnung verteilt Fixkosten auf Verursachungsebenen:
- DB1: Umsatz − variable Kosten
- DB2: DB1 − produktspezifische Fixkosten
- DB3: DB2 − produktgruppen-Fixkosten
- DB4: DB3 − bereich- oder standortbezogene Fixkosten
- DB5: DB4 − Unternehmens-Gemeinkosten = Gewinn
So sieht man präzise, ab welcher Stufe ein Produkt oder Bereich nicht mehr profitabel ist.
Wofür sie genutzt wird
- Sortimentsbereinigung: Produkte mit negativem DB2 sind Kandidaten für Auslistung.
- Preisuntergrenze: Kurzfristig DB1 > 0, langfristig DB3 > 0.
- Kundenprofitabilität: Welche Kunden bringen welchen DB?
- Make-or-Buy: Vergleich der DB-Wirkung verschiedener Bezugsquellen.
DB-Rechnung ohne Excel-Aufwand
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