Schuldscheindarlehen — die Alternative zur Bank
Das Schuldscheindarlehen ist eine Mischform zwischen Bankkredit und Anleihe — direkt mit Investoren (Versicherungen, Sparkassen, Pensionsfonds) verhandelt, ohne klassische Banken-Intermediation.
Die Grundzüge
Volumen: typisch 10–500 Mio. €. Laufzeit: 3–10 Jahre. Investoren: institutionelle Anleger mit Bedarf an längeren Anlagen und akzeptablem Risiko. Strukturierung: meist über eine arrangierende Bank, aber das eigentliche Darlehen kommt von den Investoren.
Vorteile gegenüber dem Bankkredit
- Längere Laufzeiten als klassische Bankkredite.
- Oft niedrigere Zinsen bei guter Bonität.
- Geringere Sicherheiten-Anforderung als bei Banken.
- Investoren-Diversifizierung — nicht von einer einzelnen Bank abhängig.
- Weniger restriktive Kovenanten als bei Bankkrediten.
Voraussetzungen
- Mindestens solide Bonität (BBB-Ratingbereich oder vergleichbar).
- Größe ab ~25 Mio. € Umsatz, besser deutlich höher.
- Bereitschaft zu transparenter Berichterstattung.
- Bewährtes Geschäftsmodell und nachhaltige Cashflows.
- Strukturierungs-Aufwand von 3–6 Monaten und 6-stelligen Gebühren möglich.
Für KMU unter ~50 Mio. € Umsatz selten das richtige Instrument — Aufwand zu hoch im Verhältnis zum Volumen.
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