Amazon vs. eigener Shop — die strategische Entscheidung
Amazon liefert Reichweite und Conversion — aber zu hohen Kosten und mit Abhängigkeit. Der eigene Shop ist autonom, aber muss Traffic selbst aufbauen. Die richtige Mischung entscheidet.
Amazon — die Vorteile
- Reichweite: 60 % der deutschen Online-Käufer beginnen ihre Suche bei Amazon.
- Vertrauen: Etabliertes Bezahl- und Liefer-System.
- Conversion: Optimierter Checkout, Prime-Versand.
- FBA (Fulfillment by Amazon): Logistik komplett ausgelagert.
- International: Einfacher Eintritt in andere Märkte.
Amazon — die Nachteile
- Provisionen 8–15 % plus FBA-Gebühren, plus Werbung.
- Keine Kundendaten — Amazon hält den Kunden, nicht du.
- Preiswettbewerb sichtbar und brutal.
- Abhängigkeit — bei Konto-Sperrung steht das Geschäft.
- Amazon-eigene Marken kopieren erfolgreiche Drittanbieter-Produkte.
Eigener Shop — die andere Seite
Vorteile: Volle Margen, eigene Markenbildung, Kundendaten, Unabhängigkeit, höhere LTV-Potenziale.
Nachteile: Traffic muss selbst aufgebaut werden (SEO, Performance-Marketing), Vertrauen muss erarbeitet werden, technische und logistische Komplexität bleibt beim Unternehmer.
Die strategische Mischung
Faustregel für viele E-Commerce-Unternehmen:
- Amazon für Reichweite und Standard-Sortiment (60–70 % des Umsatzes typisch in der Anfangsphase).
- Eigener Shop für Brand-Aufbau, exklusive Produkte, höhere Margen (Wachstumsziel).
- Marktplatz-Strategie mit weiteren Kanälen (Otto, Zalando, eBay).
- Schrittweise Verschiebung Richtung eigener Shop, sobald Marketing-Hebel und Brand greifen.
Kanal-Profitabilität messen
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
SolvGuard ansehen →