Baustellenkalkulation — Material, Lohn, Geräte präzise erfassen
Eine Baustelle ist mehr als Material und Stunden — Maschinen, Anfahrt, Bauleitung, Risikozuschläge gehören dazu. Wer eine Position vergisst, arbeitet im Auftrag oft unrentabel.
Die Kostenkomponenten
- Materialkosten inkl. Beschaffungs- und Transportaufschlag.
- Lohnkosten auf Basis Vollkosten-Stundensatz, nicht Bruttolohn.
- Geräte- und Maschinenkosten (Miete, Abschreibung, Wartung, Betriebsstoffe).
- Subunternehmer-Leistungen mit Aufschlag.
- Bauleitungs- und Planungskosten.
- Anfahrts- und Logistikkosten.
- Baustelleneinrichtung (Container, Wasser, Strom, Absicherung).
- Versicherungen baustellenbezogen.
- Gemeinkostenzuschlag (typisch 10–25 % auf direkte Kosten).
- Gewinnzuschlag (typisch 5–15 %).
- Risikozuschlag (5–20 % je nach Projekttyp und Komplexität).
- Skonto- und Nachlass-Puffer.
Risikozuschläge realistisch bemessen
- Niedrig (5 %): Standardprojekt, bekannter Kunde, vollständige Planung.
- Mittel (10 %): Übliche Komplexität, einige Unsicherheiten.
- Hoch (15–20 %): Neue Techniken, unbekannte Kunden, unklare Planung, schwierige Untergründe.
- Sehr hoch (> 20 %): Bei Ausschreibungen ablehnen oder spezielle Vertragsklauseln.
Typische Fehlerquellen
- Stundenlohn mit Brutto statt Vollkosten ansetzen.
- Bauleitung pauschal — oft weit unterschätzt.
- Anfahrt und Logistik nicht eingerechnet.
- Nachträge schwer durchsetzbar — Vertragsklauseln vorher prüfen.
- Materialpreissteigerungen während langer Bauprojekte.
Baukalkulation mit Plan-Ist
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