Nachkalkulation im Handwerk — was deine Kalkulation wirklich wert war
Die Vorkalkulation ist eine Hypothese — die Nachkalkulation zeigt, ob sie gestimmt hat. Wer systematisch nachkalkuliert, verbessert seine Kalkulationen kontinuierlich.
Was verglichen werden sollte
- Materialeinsatz: Geplant vs. tatsächlich verbraucht.
- Arbeitsstunden: Geplant vs. tatsächlich geleistet (pro Gewerk, pro Mitarbeiter).
- Subunternehmer-Kosten: Geplant vs. Rechnung.
- Nachträge: Anzahl, Volumen, Abrechnung.
- Mängelbeseitigung: Stunden und Material nach Abnahme.
- Marge gesamt: Plan vs. Ist.
Was systematisch erkennbar wird
- Typische Schätzfehler bei bestimmten Gewerken oder Projekt-Typen.
- Mitarbeiter-bezogene Produktivitätsunterschiede.
- Kunden-spezifische Aufwandstreiber (Sonderwünsche, Änderungen).
- Saisonale Effekte auf Produktivität.
- Materialpreis-Veränderungen, die Kalkulationen unterlaufen.
Pragmatische Umsetzung
- Nach jedem Projekt > 10.000 € Volumen Nachkalkulation.
- Vereinheitlichte Erfassung (Stunden, Material) während des Projekts — sonst geht die Genauigkeit verloren.
- Quartalsweise Review im Führungsteam: Welche Muster gibt es?
- Erkenntnisse fließen in die nächste Kalkulations-Vorlage ein.
- Bonus-Mechanismen für Projekte, die innerhalb der Plan-Marge bleiben.
Plan-Ist pro Projekt
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