Captable-Management — wer wem was schuldet
Der Captable dokumentiert, wem welche Anteile gehören und mit welchen Konditionen. Eine sauber gepflegte Captable ist Voraussetzung für jede Investoren-Verhandlung, jeden Mitarbeiter-Optionsplan und jeden Exit.
Was im Captable steht
- Alle Gesellschafter mit Anteilsklasse (Common, Series A, Series B etc.) und Anzahl.
- Investitionen pro Runde mit Datum und Bewertung.
- Verwässerungs-Effekte über die Zeit.
- Optionen und Wandel-Instrumente (Convertible Notes, SAFEs, Mitarbeiter-Optionen).
- Vesting-Stand der Gründer-Anteile.
- Reservierte Pools für künftige Hires (typisch 10–15 % ESOP-Pool).
Häufige Fehler
- Excel-Pflege ohne Versionen: Bei der nächsten Runde ist nicht mehr klar, welche Zahlen aktuell sind.
- Vergessene Wandel-Instrumente: Convertible Notes oder SAFEs werden bei späteren Runden plötzlich relevant.
- ESOP-Pool nicht reserviert: Investoren bestehen darauf, dann wird Pool aus Gründer-Anteilen geschnitten — verwässernd.
- Vesting nicht dokumentiert: Wer geht, was passiert mit den Anteilen?
Pragmatische Pflege
- Tool statt Excel: Spezialisierte Captable-Tools (z. B. Carta, Capdesk) ab Series-A-Größe.
- Nach jeder Runde sofort aktualisieren — nicht vor der nächsten Runde rekonstruieren.
- Notar einbeziehen: Bei jeder Anteilsveränderung die Eintragung im Handelsregister abgleichen.
- Investor-Reports: Captable als Standard-Anhang aller Quartalsberichte.
Captable und Finanzplan zusammen
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
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