Pre-Money vs. Post-Money — die Bewertung, über die jeder spricht
Die Definition
Pre-Money: Bewertung des Unternehmens VOR der Investition.
Post-Money: Bewertung des Unternehmens NACH der Investition (= Pre-Money + Investitionssumme).
Beispiel: Pre-Money 8 Mio. €, Investition 2 Mio. €. Post-Money = 10 Mio. €. Investor-Anteil = 2 / 10 = 20 %.
Warum die Unterscheidung kritisch ist
Verhandlungs-Falle: Wenn ein Investor sagt „Bewertung 10 Mio. €, ich investiere 2 Mio.", musst du nachfragen, ob die 10 Mio. Pre- oder Post-Money sind.
- Bei 10 Mio. Pre-Money: Du gibst 2 / 12 = 16,67 % ab.
- Bei 10 Mio. Post-Money: Du gibst 2 / 10 = 20 % ab.
Die Differenz: 3,33 % der Anteile. Bei einem späteren 50-Mio-Exit sind das 1,67 Mio. €.
Was üblich ist
In den USA wird Bewertung typischerweise als Post-Money kommuniziert. In DACH wechselnd — oft Pre-Money. Bei jeder Verhandlung explizit klären.
Eine zweite Falle: Option-Pool-Shuffle. Investoren verlangen oft einen ungenutzten Option-Pool (10–15 %) im Pre-Money-Stand — das verwässert nur die Gründer, nicht die Investoren. Aufpassen.
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