Deckungsbeitrag — die zentrale Kennzahl der Kalkulation
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt, ein Kunde oder ein Auftrag zur Deckung der Fixkosten — und danach zum Gewinn — beiträgt. Ohne diese Zahl entscheidet man im Blindflug.
Definition und Formel
Deckungsbeitrag (DB) = Umsatz − variable Kosten
Beispiel: Ein Produkt verkauft sich für 100 €, hat 60 € variable Kosten (Material, Fertigungslohn, Logistik). DB = 40 €. Die 40 € decken anteilig die Fixkosten — alles, was über den Break-Even hinausgeht, ist Gewinn.
Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
In der Praxis wird der DB oft mehrstufig ermittelt:
| Umsatz | 1.000 € |
| − Variable Material- und Fertigungskosten | 500 € |
| = DB I | 500 € |
| − Produkt-Fixkosten (z. B. Maschinenmiete) | 100 € |
| = DB II | 400 € |
| − Bereich-Fixkosten | 150 € |
| = DB III | 250 € |
So sieht man, welche Produkte ihren Beitrag zur Gesamt-Fixkostendeckung leisten — und welche nicht.
Praktische Anwendungen
- Sortimentsentscheidungen: Produkte mit negativem DB sind Kandidaten für Auslistung.
- Preisuntergrenzen: Kurzfristig kann ein Preis bis zur Höhe der variablen Kosten akzeptabel sein, wenn er die Auslastung sichert.
- Kundenprofitabilität: Welcher Kunde leistet den höchsten DB-Beitrag — gemessen an Aufwand?
- Vertriebssteuerung: Provisionen auf DB statt Umsatz vermeiden „Umsatz-um-jeden-Preis"-Verhalten.
Deckungsbeitrag pro Produkt und Kunde
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