Mindestpreis ermitteln — wann lohnt sich der Auftrag nicht mehr?
Wer seinen Mindestpreis nicht kennt, akzeptiert Aufträge unter Wert. Diese Rechnung gibt dir die Untergrenze.
Kurzfristige Preisuntergrenze
Kurzfristig (z. B. Auftrag mit ungenutzten Kapazitäten) ist die Untergrenze bei den variablen Kosten:
Variable Kosten = Material + Fertigungslohn + variable Sonderkosten
Alles darüber trägt zur Fixkostendeckung bei.
Langfristige Preisuntergrenze
Langfristig muss der Preis auch die Fixkosten decken plus angemessene Marge:
Vollkostenpreis = Variable Kosten + anteilige Fixkosten + Zielmarge
Wer dauerhaft unter dieser Grenze verkauft, hat ein strukturelles Problem.
Sonderfälle
- Strategische Aufträge: Markteintritt, Referenz — können temporär unter Vollkostenpreis.
- Mengenrabatte: Bei Großvolumen rechnerisch möglich, weil Fixkosten breiter verteilt.
- Verlust-führende Produkte als Türöffner: Nur wenn Cross-Selling sicher.
- Lager-Räumung: Bei drohender Wertvernichtung lieber unter Selbstkosten verkaufen.
- Kalkulationsfehler-Korrektur: Falsche Vorkalkulation muss durchgesetzt werden — nicht akzeptieren.
Mindestpreis ermitteln vor der Umsetzung durchrechnen
Bevor aus einer Idee eine dauerhafte Verpflichtung wird, kannst du mit SolvGuard Kostenhebel, Einsparpotenziale, Fixkosten und Qualitätsrisiken rechnerisch einordnen. Das unterstützt Priorisierung und Timing.
Mit eigenen Zahlen testen →