Risikobewertung mit SolvGuard — wie du Risiken quantifizierst
Die Risiko-Matrix als Ausgangspunkt
Klassische 2×2-Logik:
| Geringer Impact | Hoher Impact | |
|---|---|---|
| Gering wahrscheinlich | Ignorieren | Versichern oder vorbereiten |
| Hoch wahrscheinlich | Akzeptieren oder mindern | Aktiv steuern |
Die Quadranten geben dir die strategische Antwort. Die Frage „Wie hoch ist hoch?" beantwortet die Quantifizierung.
Risiken quantifizieren — die zwei Größen
1. Eintrittswahrscheinlichkeit: In Prozent pro Periode (z. B. 15 % pro Jahr) — Basis: historische Daten, Branchen-Benchmarks, Experten-Schätzung.
2. Finanzieller Impact: Erwarteter Schaden bei Eintritt, in Euro.
Erwartungswert = Wahrscheinlichkeit × Impact. Beispiel: 20 % Wahrscheinlichkeit × 500.000 € Schaden = 100.000 € Erwartungswert. Mit diesem Wert lässt sich vergleichen, ob eine risikomindernde Maßnahme (z. B. 30.000 € pro Jahr) wirtschaftlich ist.
Risiken in der Liquiditätsplanung modellieren
In SolvGuard fügst du pro Top-Risiko ein eigenes Szenario hinzu:
- Was passiert, wenn das Risiko eintritt? Welche Cashflows ändern sich?
- Über welchen Zeitraum wirkt der Schaden?
- Welche Gegenmaßnahmen mit welchen Kosten könnten ergriffen werden?
Resultat: Eine Liquiditätsvorschau, die den Schadenfall realistisch abbildet — Basis für Reserven und Risiko-Akzeptanz-Entscheidungen.
Risiko-Monitoring statt einmal-pro-Jahr-Übung
- Quartalsweise: Top-10-Risiken aktualisieren.
- Monatlich: Frühwarnsignale prüfen — verändern sich die Trigger?
- Anlassbezogen: Bei großen Veränderungen (neue Kunden, Markterschütterung, Lieferantenausfall) sofort neu bewerten.
Risiken mit Zahlen unterlegen
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
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