Skonto richtig nutzen — kleine Prozente, große Wirkung
Die Magie der effektiven Verzinsung
Standardkondition: „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, sonst netto 30 Tage."
Das bedeutet: Du kannst 2 % sparen, indem du 20 Tage früher zahlst (Tag 10 statt Tag 30). Annualisiert: 2 % × (360 / 20) ≈ 36 % Jahreszins. Diesen Effekt nicht zu nutzen ist teurer als fast jeder Bankkredit.
Wann Skonto ziehen?
Faustregel: Solange die effektive Skonto-Verzinsung höher ist als dein Kontokorrentzins (typisch 5–12 %), lohnt Skonto immer — auch wenn dafür die Kreditlinie kurzfristig gezogen werden muss. Erst bei sehr knapper Liquidität oder bei sehr niedrigen Skontosätzen (< 1 %) lohnt die Rechnung manchmal nicht.
Wann Skonto anbieten — als Verkäufer?
Spiegelbildlich: Wenn du selbst Skonto gewährst, „verlierst" du 2 % Marge, gewinnst aber 20 Tage Liquidität. Lohnt, wenn:
- Du selbst hohe Finanzierungskosten hast.
- Kunden ohne Skonto chronisch spät zahlen.
- Working-Capital-Bindung dein Wachstum bremst.
Faustregel: Skontogewährung erst ab signifikantem Margenpuffer — wer auf 5 % EBIT-Marge arbeitet, kann 2 % Skonto nicht großzügig verschenken.
Skonto-Wirkung auf Cashflow
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
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