Werkstattauslastung steuern — Stunden, Aufträge, Mitarbeiter im Einklang
Eine gute Auslastung im Handwerk balanciert drei Größen: Auftragsbestand, Mitarbeiterkapazität und Materialverfügbarkeit. Wer alle drei steuert, vermeidet Stillstand und Überlastung.
Die richtige Auslastungsquote
- Bauhauptgewerbe: 75–90 % der verrechenbaren Stunden.
- Spezialgewerke: 80–95 % möglich.
- Service-Betriebe: 65–80 % (Puffer für Notfall-Reaktionen).
- Über 95 %: Qualität sinkt, Mitarbeiter brennen aus, keine Akquise-Zeit.
- Unter 70 %: Strukturelles Auftragsproblem oder Kapazitätsüberhang.
Die wöchentliche Steuerung
- Montag früh: Aktueller Auftragsbestand vs. Mitarbeiter-Kapazität für die nächsten 6 Wochen.
- Lücken erkennen: Wochen mit > 95 % Auslastung (Akquise stoppen, ggf. Subunternehmer), Wochen mit < 70 % (Akquise beschleunigen).
- Material verfügbar? Engpässe rechtzeitig erkennen.
- Mitarbeiter-Einteilung: Skill-Mix passt zu den Aufträgen?
- Krankheits- und Urlaubsplanung einbeziehen.
Was die Auslastung treibt
- Pipeline-Pflege: Anfragen → Angebote → Aufträge — der Prozess muss laufen.
- Wiederkehrende Aufträge: Service-Verträge schaffen Grundauslastung.
- Empfehlungsgeschäft: Niedrigere Akquisitionskosten, höhere Marge.
- Saisonbalance: Innenausbau im Winter, Außenarbeiten im Sommer.
Auslastung im Cockpit
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