StaRUG — der präventive Restrukturierungsrahmen
Was das StaRUG ermöglicht
- Sanierung vor der Insolvenz: Das Verfahren greift bei drohender Zahlungsunfähigkeit, nicht erst bei akuter.
- Bindung dissentierender Gläubiger: Auch wenn nicht alle Gläubiger zustimmen, können sie unter bestimmten Voraussetzungen überstimmt werden.
- Diskretion: Das Verfahren ist nicht öffentlich — anders als ein Insolvenzverfahren.
- Operativer Geschäftsbetrieb: Das Unternehmen führt sich selbst, kein Insolvenzverwalter.
- Restrukturierungsbeauftragter: Optional, in bestimmten Fällen pflichtig.
Wann das Verfahren passt
Voraussetzung ist typischerweise eine drohende Zahlungsunfähigkeit, während eingetretene Zahlungsunfähigkeit den Zugang regelmäßig ausschließt. Der relevante Prognosezeitraum und die Anforderungen an den Restrukturierungsplan sollten fachkundig geprüft werden.
Was du dafür mitbringen musst
- Sanierungsfähiges Geschäftsmodell — das Verfahren rettet nur strukturell tragfähige Unternehmen.
- Restrukturierungsplan, der schlüssig ist und Mehrheit der Gläubiger überzeugt.
- Beratung durch spezialisierte Anwälte oder Sanierungsexperten — das Verfahren ist juristisch komplex.
- Bereitschaft zu transparenter Kommunikation mit Gläubigern.
Vor- und Nachteile gegenüber Insolvenzverfahren
Vorteile: Diskretion, Geschäftsbetrieb läuft, Reputation weniger geschädigt, schneller.
Nachteile: Kein Insolvenzgeld, beschränktere Restrukturierungs-Möglichkeiten (z. B. keine Beendigung von Arbeitsverhältnissen aus dem Verfahren heraus), Voraussetzung „nur" drohende Zahlungsunfähigkeit — zu spät reagieren, und das Verfahren ist nicht mehr möglich.
Drohende Zahlungsunfähigkeit früh erkennen
SolvGuard kann helfen, Liquiditaets-, Cashflow- und Szenarioannahmen zu pruefen. Vollstaendige GuV-, Bilanz- oder Bonitaetsbewertungen ersetzt es nicht.
SolvGuard ansehen →